Was die Sonne 2027 noch wert ist.

03.11.2026

Die feste Einspeisevergütung soll 2027 durch die Direktvermarktung ersetzt werden. Für neue Anlagen verschiebt sich die Rechnung damit von der Einspeisung zum Eigenverbrauch. An diesem Abend rechnen wir durch, was das neue Modell konkret bedeutet, worauf es bei Auslegung, Speicher und Steuerung ankommt und warum eine Anlage auch 2027 eine saubere Rechnung ergibt. Ab 18:00 Uhr vor Ort

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Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf zur EEG-Novelle beschlossen. Für neue Photovoltaikanlagen soll die feste, über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung enden und durch die Direktvermarktung ersetzt werden. Geplantes Inkrafttreten ist der 1. Januar 2027.

Das klingt nach einem Einschnitt und wird oft auch so erzählt. Die nüchterne Rechnung sieht anders aus. Der Ertrag einer Hausanlage entsteht längst überwiegend im eigenen Verbrauch und nicht in der Einspeisung. Genau dieser Teil bleibt unverändert.

Was der Entwurf vorsieht

Für kleine Dachanlagen, also den typischen Bereich am Einfamilienhaus, sieht der Entwurf vor:

Die dauerhafte feste Vergütung entfällt für Neuanlagen.
An ihre Stelle tritt eine befristete Übergangszahlung von höchstens 36 Monaten ab Inbetriebnahme, nach dem Entwurf rechnerisch rund 5,2 ct/kWh.
Anlagen unter 25 kW in der sonstigen Direktvermarktung sollen zusätzlich 1,5 ct/kWh erhalten, längstens 48 Monate.
Wer die Übergangszahlung bekommt, richtet sich nach dem Jahr der Inbetriebnahme: 2027 unter 50 kW, 2028 unter 25 kW, 2029 und 2030 unter 7 kW.
Danach wird die Direktvermarktung der Regelfall, überschüssiger Strom geht über einen Dienstleister an den Markt.
Für Neuanlagen ist zusätzlich eine dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung vorgesehen.

Wichtig zur Einordnung: Das ist ein Regierungsentwurf, kein geltendes Recht. Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen, zusätzlich ist eine beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission nötig. Im parlamentarischen Verfahren sind Änderungen möglich.

Was für bestehende Anlagen gilt

Hier ist die Lage klar und beruhigend: Bestandsanlagen sind nicht betroffen. Wer heute eine Anlage betreibt, behält seine zugesagte Vergütung über die vollen 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Das gilt nach dem Entwurf auch für alle Anlagen, die noch im Jahr 2026 ans Netz gehen.

Eine rückwirkende Änderung ist nicht vorgesehen.

Warum sich die Rechnung verschiebt, nicht auflöst

Photovoltaik wird dadurch nicht unwirtschaftlich, aber die Wirtschaftlichkeit entsteht an einer anderen Stelle. Bisher war ein Teil des Ertrags über die Einspeisung planbar. Künftig zählt vor allem, wie viel Strom im Haus bleibt.

Das verschiebt die Gewichte:

Eigenverbrauch wird zum wichtigsten Hebel, nicht die Einspeisung.
Ein Speicher gewinnt an Bedeutung, weil er die Mittagsspitze auffängt.
Steuerung und Energiemanagement entscheiden mit, wie viel Solarstrom tatsächlich genutzt wird.
Große Verbraucher wie Wärmepumpe und Wallbox werden vom Kostenfaktor zum Vorteil.

Unabhängig von der Novelle gilt bereits heute: Bei negativen Börsenpreisen gibt es für eingespeisten Strom keine Vergütung. Auch das spricht dafür, den Strom selbst zu nutzen.

Wer heute plant, plant ohnehin auf Eigenverbrauch. Das neue Modell macht diese Planung nicht teurer, es macht sie wichtiger.

Und der 31. Dezember 2026?

Wer seine Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb nimmt, fällt nach dem Entwurf unter die bisherige Regelung und behält die feste Vergütung über 20 Jahre. Das ist ein realer Vorteil, aber keiner, für den sich eine überhastete Entscheidung lohnt. Entscheidend ist, ob Anlage, Speicher und Verbrauch zusammenpassen. Eine gut geplante Anlage aus 2027 schlägt eine schlecht geplante aus 2026.

Was Sie an dem Abend mitnehmen

Wir rechnen offen und ohne Verkaufsdruck:

was im Entwurf steht, was davon beschlossen ist und woran Sie den Unterschied erkennen
wie sich eine Anlage unter dem neuen Modell rechnet, an einem durchgerechneten Beispiel
welche Rolle Speicher, Wärmepumpe und Wallbox für den Eigenverbrauch spielen
was Direktvermarktung praktisch bedeutet, wer sie abwickelt und was sie kostet
wann sich eine Inbetriebnahme noch in diesem Jahr trotzdem lohnt

Ablauf der Veranstaltung

18:00 Uhr Willkommen und Begrüßung

18:15 Uhr Fachvortrag

ab 19:00 Uhr Ihre Fragen und persönliche Gespräche

Kommen Sie gerne vorbei, erleben Sie unsere Technik hautnah und sprechen Sie direkt mit unseren Fachleuten.

Wir laden Sie herzlich ein.

Jetzt anmelden und erfahren, wie sich Ihre Anlage unter dem neuen Modell rechnet.

Anmeldung an: info@vivasolar.de

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